Privatkapitalmarkt: Gebühren im Vorfeld

Eine fast täglich wiederkehrende Frage ist das Thema Vorkasse. Warum erhebt privatkapitalmarkt im Vorfeld eine Gebühr und arbeitet nicht auf Erfolgsbasis?

Hierzu gibt es eine kaufmännische und eine moralische Anwort.

Erfolgsbasis bedeutet Bonitätsprüfung, Abwägung der Wahrscheinlichkeit auf Erfolg, vertragliche Absicherung, bedeutet hohes persönliches Engagement verbunden mit Geschäftsreisen, internationalen Meetings etc.. All dieses ist mit erheblichen Kosten verbunden und der Erfolg hängt letztendlich vom Konzept, der Person und natürlich auch der Bonität des Entrepreneurs ab. Faktoren die ausschließlich in der Sphäre des Entrepreneurs liegen. Von denen jedoch Erfolg oder Misserfolg der Suche abhängen.

Würde rivatkapitalmarkt diesen Weg beschreiten, würden die Kosten dafür nicht in der Bandbreite zwischen 150 € oder 300 € liegen, sondern bei erst mehreren Tausend beginnen. Als Fazit würde dieses Modell vielen Kleinunternehmern den Weg zu privaten Investoren verschliessen. privatkapitalmarkt würde damit als Unternehmen mit eigenständigen Interessen agieren. [Nur zur Erinnerung: Das ursprüngliche Geschäft einer Bank ist es Geld von Anlegern auszuleihen, zu bündeln und an Kreditnehmer auszureichen. Dadurch dass Banken aber als eigenständige Wirtschaftunternehmen agieren und damit eigene Interessen verfolgen, erfolgt die Kreditvergabe mehr als zögerlich]. Die meisten Anfragen bei privatkapitalmarkt wären für einen so einen hohen Aufwand zu klein oder viele würden bei der Prüfung der Erfolgsaussichten den Anforderungen nicht bestehen. Diese Einschränkung war nie Ziel von privatkapitalmarkt und wird es auch nie sein.

Die moralische Frage ist jedoch, warum ein erfolgreicher Entrepreneur mit einer Provision abgestraft werden sollte. Der Erfolg bei der Investorensuche liegt fast immer im Konzept, der Person, der Bonität und nicht zuletzt der Präsentation. Und weil sich der erfolgreiche Entrepreneur tadellos vorbereitet hat, sollte er bezahlen? Und ein Entrepreneur, der nicht erfolgreich war (meist aufgrund von Defiziten aus der eigenen Spähre), jedoch genausoviel oder meist sogar mehr Arbeit verursacht, sollte den gesamten Arbeitsaufwand umsonst bekommen???

Es war und wird auch immer das Ziel von privatkapitalmarkt sein, unvoreingenommen von Branche oder Bonität, Betriebsgröße oder Kapitalbedarf oder sonstigen Faktoren zu agieren. Damit liegen die Erfolgsaussichten alleine in der Sphäre des Entrepreneurs selbst. Die einzig wirklich gerechte Abrechnungsmodalität bleibt damit die gleichbleibende Mitgliedschaftsgebühr, welche aus verwaltungstechnischen und auch Kostengründen vor Beginn der Tätigkeit erhoben wird.

„Aber ich habe keine 150 €“ – Diesen armen Menschen raten wir dringend von der Selbstständigkeit ab! Ohne einen entsprechenden eigenen finanziellen Handlungsspielraum, mit dem z.B. auch mehrmonatige Flauten ausgeglichen werden können, ist eine Selbstständigkeit mit großer Wahrscheinlichkeit zum Scheitern verurteilt.

„Der Investor soll den Betrag bezahlen“ – Warum sollte er dies tun? Tausende von Kapitalanlageangebote sind kostenfrei.

„Vorauskasse ist Abzocke“ – Diese Menschen haben leider nicht verstanden, worin unsere Tätigkeit besteht, sind noch nie Riesenrad gefahren oder waren noch nie im Kino. Vorauskasse ist heute der einzig wirksame Schutz vor schlechter Zahlungsmoral. Tausende von Unternehmen gehen jedes Jahr zugrunde, weil Sie diesen Leitsatz nicht ausreichend berücksichtigen.

Sie haben Erfahrungen zu diesem Thema und wollen andere daran teilhaben lassen? Senden Sie Ihre Informationen an redaktion@privatkapitalmarkt.de und wir nehmen das Thema gerne in unseren Finanzblog bei privatkapitalmarkt auf!