Privatkapitalmarkt – Es muss nicht immer der Aktienmarkt sein

Wer Aktien erwirbt, investiert faktisch in ein Unternehmen. Wer Anleihen erwirbt, vergibt einen Kredit. Diese klassischen Formen der Geldanlage finden sich in fast jedem deutschen Depot. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einzelne Wertpapiere oder Anteile an Investmentfonds handelt. Der Haken bei Anleihen ist allerdings, dass sich die Renditen am Kapitalmarkt, zusätzlich der Risikoprämie in Abhängigkeit von der Bonität des Emittenten, orientieren. Im Lauf einer historischen Niedrigzinsphase bleibt Anlegern wenig von der Rendite übrig. Etwas aufregender stellt sich allerdings der Handel mit Devisen dar.

Devisenkurse von Leitzinsen beeinflusst

Devisenkurse, das Verhältnis zweier Währungen zueinander, werden von den unterschiedlichsten Faktoren, unter anderem auch von den Leitzinsen in einer Volkswirtschaft beeinflusst. Trader, die im Forexhandel aktiv sind, profitieren von Zinsänderungen. Das Schöne am Forexhandel ist, dass sowohl bei fallenden als auch bei steigenden Kursen Geld verdient werden kann. Je nachdem, wie sich ein Leitzins entwickelt, kann der Trader „long“ oder „short“ gehen und – gewinnt. Wie sich das Verhältnis eines Währungspaares verändern kann, zeigt die aktuelle Zinspolitik am Beispiel der Relation zwischen Euro und US-Dollar. Die restriktive Zinspolitik des europäischen Zentralbankrates führte zu einem deutlichen Verlust des Euros gegenüber dem Greenback. Auf der anderen Seite zeigt der Devisenmarkt auch überraschende Ergebnisse. Die Annahme, dass der russische Rubel aufgrund der Ukrainekrise unter Druck gerät, war irrig. Sowohl die Währung als auch der russische Aktienindex zeigen sich als recht stabil.

Forex – nichts für schwache Nerven

Der Forexhandel ist kein langfristiges Geschäft. Offene Händlerpositionen werden in der Regel innerhalb eines Tages abgewickelt. Das bedeutet, dass der Trader, im Gegensatz zum klassischen Aktieninvestor, bei einer offenen Position hellwach und präsent sein muss, oder einen Autotrader nutzt. Wie der Forexbrokervergleich auf dem Fachportal aktiendepot.net zeigt, bieten inzwischen alle Broker eine solche Autotraderfunktion an. Trotz der Möglichkeit, über mobile Endgeräte zu jeder Zeit von jedem Ort in das Handelsgeschehen einzugreifen, wird nicht jeder Trader kontinuierlich einen Blick auf die Kurscharts werfen wollen oder können. Trotz des recht hohen Anspruchs in Bezug auf Schnelligkeit des Geschäfts und des Informationsbedarfs, um erfolgreich zu handeln, wächst das Interesse am Forexhandel bei privaten Anlegern ungebrochen. Immerhin ist der Devisenmarkt mit über fünf Billionen US-Dollar, die durchschnittlich am Tag gehandelt werden, der größte Markt der Welt. Forex hat sich inzwischen als Form der Beimischung in den Investitionen ebenso etabliert, wie die private Kredit- und Investitionsvergabe, die schlicht an den Banken vorbei geht und diese Außen vorlässt. Der Finanzmarkt hat, auch dank des Internets, in den letzten Jahren zahlreiche Innovationen hervorgebracht, welche den Anlegern Alternativen zu den herkömmlichen Bankprodukten bieten.