Privatkapitalmarkt.de ist eine frei zugängliche Plattform für kreditsuchende Privatpersonen und Unternehmer. Das Grundprinzip ist etwa dem eines Anzeigenblattes, bei dem Sie anonym oder unter Chiffre ein Inserat aufgeben. Genauso wenig wie der Herausgeber des Anzeigenblattes die Leser prüfen kann, können wir dieses ebenfalls nicht. Unsere Hinweise beziehen sich nicht nur auf unsere eigene Webpräsenz, sondern stellen prinzipiell Vorsichtsmaßnahmen dar, die für das gesamte Internet gelten, jedoch insbesondere für Finanzseiten.

Leider gibt es nicht nur in der realen Welt, sondern auch im Internet Betrüger, welche die Leichtgläubigkeit anderer ausnutzen wollen. Sie werden auch von solchen Leuten Zuschriften erhalten. Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen und gesundem Menschenverstand kann man diese sehr schnell identifizieren und die Zuschriften einfach ignorieren und löschen.

Nicht alle Daten werden veröffentlicht

Grundsätzlich veröffentlichen wir nur die Daten, welche für den Kredit entscheidend sind. Wir veröffentlichen nicht Ihren Namen, Anschrift, Telefon etc.. Eine Kontaktaufnahme ist nur über Ihre E-Mailadresse möglich. Verwenden Sie dazu am besten eine Adresse, die nicht Ihren Namen oder Zusätze enthält, die auf Ihre Identität schließen lassen. Erst wenn Sie sich sicher sind, dass Sie mit dem übersandten Angebot einverstanden sind, sollten Sie Ihre Kontaktdaten weitergeben.

Niedrigste Zinsen sind meistens nur Köder

Private Geldgeber gehen mit einem Kredit an andere Privatpersonen ein Risiko ein. Dieses Risiko wird üblicherweise mit einem Zinsaufschlag berechnet. Wenn Sie Kreditangebote mit einer Verzinsung von 2 – 3% erhalten, ist dieses unrealistisch und dient meistens nur als Köder. Auch bei privaten Krediten sind Sicherheiten üblich. Wenn ein unbekannter, privater Geldgeber ein Darlehen ohne entsprechende Sicherheiten zu günstigsten Zinsen verspricht, ist höchste Vorsicht geboten!

Achtung bei ausländischen Anbietern

Viele Betrüger kommen aus den arabischen Staaten, aber auch Frankreich, Italien, Niederlanden usw.. Diese wollen oft nur telefonieren und damit keine Spuren hinterlassen. Im Schriftverkehr finden Sie zahlreiche Fehler. Lassen Sie sich auf alle Fälle eine Kopie seines Ausweises und einen oder zwei aktuelle Telefon-/ Strom-/ Wasserrechnungen senden.

Äußerste Vorsicht bei Treffen im Ausland

Manchmal ist es Ziel von Betrügern, den Kreditnehmer ins Ausland (Paris, Amsterdam, Mailand, Rom etc.) zu locken und dort eine „Bearbeitungsgebühr, Gebühr für Kreditversicherung, Transaktionskosten, Kapitalsteuer, Notargebühr“ etc. meist in Höhe von 5-10% zu erhalten. Dabei wird auch gelegentlich ein Termin bei einem Notar vorgetäuscht, zu dem das Geld mitgebracht werden soll, um die Notargebühr zu zahlen. Solche Termine können dann zu einem Handtaschendiebstahl vor der Tür des Notars führen.

Keinerlei Vorauszahlungen!

Das Betrugsziel sind Vorauszahlungen, d.h. Rip off Deals. Diese Vorauszahlungen werden als „Bearbeitungsgebühr, Gebühr für Kreditversicherung, Reisekosten, Notargebühr“ etc. argumentiert und betragen meist 5-10% der Kredithöhe. Wenn jemand Vorauszahlungen verlangt, ist dieses ein deutliches Warnsignal. Üblich wäre es, ggf. anfallende Kreditgebühren von der Auszahlungssumme einzubehalten, keinesfalls jedoch als Vorauszahlung!

Kreditverträge vorab per Mail senden lassen

Viele Betrüger kommen aus dem Ausland, sind in Finanzfragen unbedarft und sprechen sehr schlecht Deutsch. Viele sind nicht in der Lage, einen fachlich korrekten Kreditvertragsentwurf vorzulegen und versuchen sich mit Ausreden. Sollten trotzdem Vertragsentwürfe vorgelegt werden, sehen diese oft sehr wichtig aus, sind aber meistens sehr oberflächlich gefertigt und mit vielen Fehlern versehen. Sollten Sie selbst keine Fachkenntnis haben, sollten Sie unbedingt den Vertrag mit Ihrem Steuerberater, Rechtsbeistand oder fachkundigen Person Ihres Vertrauens besprechen.

Nehmen Sie kein Bargeld an

Wenn Sie Bargeld angeboten bekommen, können Sie davon ausgehen, dass dieses Falschgeld oder Schwarzgeld ist. In beiden Fällen würden Sie sich mit der Annahme strafbar machen.

Identitätsdiebstahl

Grundsätzlich ist das Internet ein großes Aktionsfeld für Betrug aller Art. Um die Identität seines Gegenübers festzustellen, lässt man sich oft den Personalausweis zur Identifikation übersenden. Betrüger nutzen diese Gepflogenheit oftmals, um an solche Papiere zu kommen. Diese werden dann weiterverwendet, um eine andere Identität – mit einwandfreiem Leumund – vorzutäuschen. Hier ist Vorsicht geboten, wenn man aufgefordert wird, eine Ausweiskopie zu senden.

 

Die richtige Vorgehensweise ist sehr einfach

Prüfen Sie die Konditionen und die Modalitäten, die an die Kreditofferte gebunden sind.
Lassen Sie sich den Kreditvertrag senden und prüfen diesen ggf. mit Ihrem Steuerberater, Rechtsbeistand oder fachkundigen Person Ihres Vertrauens.
Fordern Sie die Kopie des Ausweises und 2 oder 3 aktuelle Rechnungen an, auf denen die Adresse des privaten Geldgebers zu sehen ist.
Lassen Sie sich den Kreditbetrag auf Ihr Konto überweisen und nehmen kein Bargeld an!
Leisten Sie keinesfalls Vorauszahlungen jedweder Art und Höhe!